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REISEBERICHT TSCHECHIEN
(Prag) 15.03.2007 - 17.03.2007

Donnerstag, 15.03.2007

Nach langem „Hin-und-Her-Überlegen“, was wir mit unseren zwei Tagen Resturlaub im März 2007 anstellen sollten, kam uns spontan die Idee einmal 3 Tage nach Prag zu reisen. Gesagt getan. Am 15.03.07 fuhren wir frühmorgens in Richtung Prag. Nach ca. 1 Stunde Autofahrt kamen wir an die tschechische Grenze wo wir uns erst mal mit einer Vignette ausstatten mussten. Die Weiterfahrt nach Prag dauerte dann noch ca. 1,5 Stunden. Wir hatten eine sehr ruhige, und angenehme Fahrt mit wenig Verkehr.  

Um ca. 10.00 Uhr erreichten wir unser Hotel, das Radisson SAS Alcron in Prag. Nach einem herzlichen Empfang und kurzer Besichtigung des Zimmers stapften wir gleich los und erkundeten erst mal ganz grob das schöne Prag. Da unser Hotel direkt am Wenzelsplatz lag, war es auch ein Leichtes, alles zu Fuß zu erkunden. Wir starteten am besagten Platz und waren von der Schönheit der sanierten Häuser wirklich beeindruckt. Alle Fassaden sind in sehr schön restauriert worden und glänzen nun wieder in alter Pracht. Das gilt nicht nur für den Wenzelsplatz, sondern für die komplette Altstadt. Gegen Mittag bekamen wir dann doch etwas Magenknurren, deshalb aßen wir ein schnelles Sandwich. 

Weiter ging die Tour zum Altstädter Ring. Hier gefiel es uns außerordentlich gut. Zahlreiche Straßencafes luden bei herrlichem Sonnenschein zum verweilen ein. Der Altstädter Ring ist der zentrale Platz in Prag, hier treffen sich Jung und Alt, Touristen und Einheimische. Unter anderem kann man hier die astronomische Uhr am Rathaus bewundern. Zu jeder vollen Stunde öffnen sich auch 2 kleine Fenster an der Uhr und man bekommt für wenige Sekunden die 12 Apostel zu sehen. Für uns war das allerdings etwas enttäuschend. Hunderte Menschen stellen sich bereits eine Viertelstunde vorher an die besagte Uhr um auf das Schauspiel zu warten, welches dann lediglich ungefähr 20 Sekunden dauert.  

Durch enge Gassen ging es dann hinunter zur Moldau, wo wir zur berühmten Karlsbrücke kamen. Das hat uns besonders gut gefallen. Tolle Figuren zieren die Brücke und es gab sehr viel nette Jazz-Musikanten, die das ganze so richtig unterhaltsam machten. Auch die Aussicht auf den Hradschin ist atemberaubend. Einige Zeit lauschten wir der tollen Musik und machten uns anschließend hinauf zur Prager Burg. Oben angekommen, gönnten wir uns erst mal bei super Aussicht über Prag einen Kaffee. Anschließend ging es los zur Besichtigung des kompletten Burggeländes. Wirklich alles sehr schön. Ziemlich geschafft beschlossen wir nun zum Hotel zurück zu marschieren um uns etwas Frisch zu machen, und anschließend suchten wir uns ein leckeres Lokal um in der Genuss der böhmischen Küche zu kommen. So landeten wir in einem tollen alten, urigen Keller, und aßen eine böhmische Platte für 2 Personen. Ich glaube wir haben 16 Knödel für 2 Personen gezählt. Das war wirklich zu viel des guten. Nachdem wir irgendwann den so einigermaßen mit dem Essen fertig waren stand für heute nur noch eines auf dem Programm – das Bett.. 

Freitag, 16.03.2007

Am nächsten Tag schliefen wir erst mal aus und gingen um 08.30 zum Frühstück. Ein leckeres Buffett erwartete uns. Wie wir das auch schon von der RadissonKette gewöhnt sind. Zahlreiche Leckerein gab es zur Auswahl. Nach der köstlichen Stärkung machten wir uns um ca. 10.00 Uhr wieder auf in Richtung Altstadt. Wir gingen wieder über den Wenzelsplatz und besuchten am heutigen Tag den Alten Jüdischen Friedhof. Sehr interessant, und wirklich beeindruckend. So viele Grabsteine auf engen Raum. Wir haben in unserem Reiseführer nachgelesen, dass die Toten hier in 9 Schichten übereinander gestapelt wurden !!!
Allerdings waren wir auch der Meinung, dass das hier eine ganze schöne Geschäftemacherei mit den Toten gemacht wurde. Man zahlte an der Kasse erst mal umgerechnet ca. 10 Euro pro Person, nur um überhaupt reinzukommen. Dann musste man mal schnell noch einen Euro opfern, um überhaupt Fotos machen zu dürfen, Und die Herren der Schöpfung mussten sich noch für ein paar Cent ein jüdisches Käppchen kaufen (das man aber wieder zurückgeben musste). Also wirklich, selten kamen wir uns so abgezockt vor.  

Nach dem Kulturprogramm hatten wir dann erst mal richtig Kohldampf. Wir beschlossen uns an die Informationen unseres Reiseführers zu halten und suchten das bekannte und sehr gut bewertete Prager Brauhaus u Fleku (Zum Fleck). Hier gab es gleich mal zu Sandras Entsetzen für jeden einen Humpen Schwarzbier. Für Matthias kein Problem, aber Sandra konnte sich damit gar nicht anfreunden. Im weiteren Verlauf des Essens kam ständig einer der Kellner und versuchte uns einen Becherovka anzudrehen. Und das um 12.00 Uhr mittags. Seine Versuche blieben natürlich vergebens. Wir waren der Meinung das Schwarzbier sei am Mittag wirklich genug. Wir aßen jeder ein leckeres Gulasch, natürlich wieder mit böhmischen Knödeln.  

Nach der Stärkung gingen wir zum tanzenden Haus Ginger und Fred. Sehr interessantes Gebäude. Sieht man in dieser Bauform bestimmt nirgendwo anders. Anschließend schlenderten wir noch ein bisschen an der Moldau entlang und lauschten den tollen Musikern auf der Karlsbrücke. Am Abend beschlossen wir es uns in einen der unzähligen Restaurants am Altstädter Ring gemütlichen zu machen, und eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen. Matthias aß Steak, und Sandra einen Teller mit tschechischen Käse. War auch sehr nett, besonders, weil wir an diesem Abend außen sitzen konnten. Ach wie schön. Einen Absacker machten wir noch in einem Kaffee und nahmen einen Cocktail zu uns. Wir blickten auf die beiden Tage zurück und müssen schon sagen, ein wirklich gelungener Urlaub. Prag wir kommen bestimmt bald mal wieder. Anschließend ging es in die Federn. Gähn.... 

Samstag, 17.03.2007

Am Tag der Abreise machten wir noch mal richtig schön ausgiebig Frühstück und gingen dann noch mal kurz zum Wenzelsplatz um ein bisschen zu shoppen. Ein paar Kleinigkeiten wurden erstanden, und dann hieß es auch schon Koffer packen, und wieder ab nach Hause. Um 12.00 Uhr checkten wir aus, und nahmen noch einen letzten Drink an der Hotelbar, und dann fuhren wir in 2,5 Stunden wieder nach Hause. Am späten Nachmittag kamen wir wieder gesund und munter in Selb an.   

HIER kommt ihr zu den Bildern

© matthiasundsandra.de